März 2011
Da heißt es doch gleich: “Alleh hopp”, denn der März fängt quasi mit der Faasenacht an – und da haben wir in diesem Jahr so ziemlich alles mitgenommen, was geht. Janas Kostüm lag schon lange zu Hause und war auch schon vor geraumer Zeit einem Stiftung-Jana-Test unterzogen worden. Hat offenbar gut abgeschnitten, denn Jana fühlte sich als kleiner roter Teufel offenbar sichtlich wohl. Kein Wunder, der Patti ist ja auch Fan!
Mittwochs vor der Fastnacht haben wir mit Kinderfastnacht in der Krabbelgruppe angefangen. Das war vielleicht ein Spaß! Alle Kinder kamen in ihren Kostümen: Blümchen, Teufelchen, Bienchen, Piraten, alles da. Und für reichlich Verpflegung hatten die Mamis u. Papis auch gesorgt, so dass die kleinen “Faasebooze” immer schön am Knabbern waren. Natürlich wurde auch viel gespielt und die Mamis u. Papis hatten auch an sich gedacht – es gab auch etwas Sekt zum Anstoßen auf die tollen Tage. Auch die kleine Foto-Session durfte nicht fehlen und es wurden einige Fotos geschossen, wobei die Stimmung beim Gruppenfoto ein bisschen anstrengend war. Dazu hatten doch nicht alle Lust, da schlug auch langsam die Müdigkeit schon um sich. Letztendlich war es aber für Groß und Klein mit Sicherheit ein schöner Morgen, fanden Jana und ich jedenfalls.
Den ersten Umzug haben wir uns schon freitags in Theley angeschaut. Jana fand das voll lustig. Da war alles bunt, die meisten Leute sahen irgendwie komisch aus, es gab viel laute Musik, zu der man hüpfen konnte und dann haben die auch noch Bonbons geworfen und lauter lustige Sachen… Samstags haben wir zu Hause eine kleine Faschingsparty zu Hause veranstaltet, dazu war natürlich auch das Wohnzimmer schön dekoriert mit Luftschlangen und Luftballons. Weil das ziemlich toll war, ging es gleich sonntags nach St. Wendel auf den nächsten Umzug. Hier natürlich das gleiche Spiel und ein total begeisterter kleiner Jana-Teufel. Damit waren wir dann auch gut gerüstet für den Marpinger Rosenmontagsumzug, wobei Jana hier den Schluss – wie im letzten Jahr – verschlafen hat. Aber alles in allem scheinen wir einen sogenannten “Faasebooz” groß zu ziehen, wie man das hier so schön nennt. Und einigermaßen gelohnt hat es sich für Jana auch: eine große Menge Süßigkeiten der verschiedensten Art (natürlich wollen wir uns nicht mit der Großregion Köln messen, da haben wir keine Chance) und ein paar Spielsachen.
Ansonsten hat Jana im März wieder riesige Entwicklungssprünge gemacht, und das einfach mal so eben über Nacht. Das Sprechen klappt sozusagen täglich besser, wobei uns manche Dinge noch Rätsel aufgeben. Zum einen hat Jana noch viele – ja – Fantasieworte, die wir einfach noch nicht zuordnen können. Zum anderen gibt es Worte, die sie die ganze Zeit eigentlich richtig ausgesprochen hat, wie z.B. Bär. Jetzt plötzlich ist der Bär ein “Beich” und von uns weiß keiner, wie sie dazu kommt. Am häufigsten verwendet sie aber mit Abstand die Wörter: Mama, Papa, Oma, Opa, Nunu (Nudeln) und Eier. Auch “Hugo” hören wir ziemlich oft, weil Jana total auf unser Meerschweinchen steht.
Weil wir für Anfang April eine Einladung nach Friesheim hatten, auf die wir alle uns riesig gefreut haben, haben wir dann mit Jana fleißig die Namen geübt. “Patt” konnte sie ja schon lange, das hat sie dann auch ständig wiederholt und regelrecht perfektioniert. Natürlich hat sie ihn auch auf Fotos richtig erkannt. “Annika” war schon etwas kniffliger, aber irgendwie bringt Jana – fast mit einem Knoten in der Zunge – dann doch etwas zustande, dass sich ziemlich gut nach Annika anhört. “Dorothee” war Jana anfangs einfach zu schwer, deshalb haben wir es mit der Kurzform “Doro” versuchen wollen. Fiel ihr auch nicht ganz so leicht, aber ein “Oro” hat sie letztlich doch geschafft mit etwas Übung. Nur “Christof” fällt ihr sehr schwer. Wir sagen es ihr immer wieder vor, aber das ist ein Name, der ihr gar nicht über die Lippen will. Scheint sehr schwierig zu sein, aber wir üben weiter.
Weil Jana übrigens die ganze Zeit immer zeigt und sagt, wenn sie gerade “Pipi” oder “Kaka” macht, haben wir uns doch jetzt schon für den Kauf eines Töpfchens entschieden, auch wenn wir es noch ein bisschen früh finden. Natürlich ist es rosa bzw. pink und hat ein Minnie-Maus-Motiv. Jana fährt – seit sie im Fernsehen zufällig mal die Sendung “Micky-Maus-Wunderhaus” gesehen hat – total auf Micky Maus ab. Da war das Töpfchen natürlich auch sofort als Sitzgelegenheit akzeptiert. Schnell hat sie auch gemerkt, dass man es unter Umständen auch als Hut benutzen kann. “Ihr Geschäft” wollte sie bislang nicht dort machen, sagt uns aber weiter Bescheid, wenn die Pampers voll ist. Hat ja alles auch noch ein bisschen Zeit, sie wird ohnehin so schnell groß…
Beim Spazieren gehen will sie schon gar nicht mehr in den Kinderwagen, läuft am liebsten allein und schafft auch schon ziemlich weite Strecken. Jetzt fängt sie auch endlich an, mit unserer Hilfe mal richtig aus dem Becher zu trinken, nicht mehr nur aus den Trink-Lern-Bechern oder Flaschen. Vor allem wenn sie dabei Prost machen kann, macht ihr das offenbar richtig Spaß. Aber “Prost” heißt bei Jana nicht “Prost”, sondern “Skal” – Diner for one lässt grüßen…